Kindheit in Schutt und Asche
Jedes Kind erlebte diesen Frieden anders, für die einen war es das erste Stückchen Schokolade – für andere das Ende der Verdunkelung, dass man wieder Lichter in den Fenstern sah und abends auf der Straße spazieren gehen konnte. Und alle verband die Hoffnung, dass es bald besser werden würde. Aus heutiger Sicht ist es nur schwer vorstellbar, wie die Menschen damals lebten.Ein Dach über dem Kopf
Viele Menschen hatten nach dem 2 Weltkrieg ihre Häuser verloren denn sie wurden durch die Bomben zerstört (viele Bombenangriffe von den Alliierten) und so war das Wichtigste eine Unterkunft zu finden.Die Familien mussten eng zusammen rücken und manchmal hatten sie sogar das Glück ,dass ihre Nachbarn oder Freunde ihnen einen Platz bei ihnen anboten.Doch es ging nicht jeden so und noch dazu kamen die vielen Flüchtlinge.In den letzten Kriegs- und den ersten Nachkriegsjahren flohen 14 Millionen Menschen aus den ehemals besetzten Gebieten nach Deutschland, die einen aus Angst, andere wurden evakuiert.
Armin Maiwald der auch evakuiert wurde bekam ein Zimmer und teilte es mit seiner Schwester und seiner Mutter.Es befanden sich zwei Betten, einen Kleiderschrank,eine Kommode,einen Tisch mit drei Stühlen und einen Ofen.Manche Anderen kamen in Baracken oder Massenunterkünften an.Wer so eine Adresse hatte, von dem wusste jeder sofort: Das sind arme Leute. Nicht nur für die Erwachsenen, auch für viele Kinder, die früher in großen Häusern gelebt hatten und immer gut gekleidet gewesen waren, war das keine einfache Umstellung.
Hunger
Eines der größten Probleme der ersten Nachkriegsjahre aber war der Hunger. Es gab so gut wie nichts zu essen. Jeder bekam zwar eine Lebensmittelkarte, aber dass man alles, was auf der Karte stand, auch besorgen konnte, war keinesfalls sicher.
Die Menschen dort aßen ca:8,2 Gramm Fett – etwa einen Löffel voll, 200 Gramm Brot – das waren etwa drei Scheiben, eine für morgens, eine für mittags und eine für abends. Dann gab es noch einen Teelöffel Marmelade, einen Löffel Kunsthonig, einen halben Löffel voll Streichkäse, 5,7 Gramm Rohrzucker, 8,3 Gramm Haferflocken oder Grieß, und tatsächlich Fleisch: 6,6 Gramm genau, also ungefähr eine Gabelspitze voll.
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| Schulspeisung |
Viele Familien mussten aber noch dazu extra nach was essbaren suchen,denn meist reichte das Essen nicht aus.So fuhren Mütter und Kinder aufs Land ,um nach der Ernte die übrig gebliebenen Ähren aufsammeln.Man nannte es auch "stoppeln". Um aus den eingesammelten Ähren etwas Essbares gemacht zu bekommen, mussten sie einen Bauern finden, der verbotenerweise nachts für sie die Körner zu Mehl verarbeitete. Um die Körner zu transportieren, brauchten sie einen Bollerwagen. Den bekamen sie im Tausch gegen einen Teil des Mehls, und einen anderen Teil behielt der Müller für sich. Am Ende blieb für die Familie gerade mal ein Viertel der eingesammelten Ähren über. Viel war es wirklich nicht, was die Nachkriegskinder auf den Tisch bekamen, und viele Kinder wären verhungert, wenn es damals nicht die Schulspeisung gegeben hätte. Zum Glück hatten die Schulen ihren Betrieb wieder aufgenommen, wenn auch unter erschwerten Bedingungen.
Quelle:https://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/drittes_reich/kindheit_im_zweiten_weltkrieg/nachkriegszeit.jsp

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